Geschafft und dankbar: Tantramasseur TMV

Yipieeee, geschafft! Meine Ausbildung zum Tantramasseur laut Tantramassage-Verband (TMV) – und die Abschlussprüfungen. Damit geht eine spannende Zeit zu Ende, eine neue beginnt. Über Dankbarkeit, Freude und ein wenig Stolz. Aber auch über meinen Respekt vor der verantwortungsvollen Aufgabe.

Insgesamt vier Jahre dauerte die Ausbildung bei Michaela Riedl und ihrem Team. Und damit deutlich länger als ursprünglich geplant – durch diverse Umbrüche in meinem Leben, aber auch durch weitere Trainings zur achtsamen Sexualität. Es hat sich gelohnt: Ich habe noch nie so viel über mich, meine Intimität und mein Mann-Sein gelernt, wie in dieser Zeit. Und ich habe diesen Blog gestartet, begleitend zu meiner Ausbildung.

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Tinder & Co.: Manipulierte Liebe

Ja, ich habe es getan. Und ich kenne kaum jemanden, der nicht auch schon Tinder, Bumble und andere Online-Datingportale ausprobiert hat. Was macht die Liebe per Mausklick mit uns? Und wo tricksen die Anbieter? Ein Selbstversuch.

Zugegeben: Tinder fasziniert. Wie alle Dienste, die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren. Ich sehe Frauen aus meiner näheren Umgebung, die ebenfalls auf der Suche nach einem Partner sind – oder nach einem unverbindlichen Abenteuer. Durch links swipen (Wischen) am Smartphone gebe ich der Frau ein „Nein“, rechts swipen bedeutet „Ja gerne“. Wenn beide sich gegenseitig „liken“, dann ergibt das ein „Match“. Und erst dann kann man miteinander chatten. Und sich verabreden.

Neugierde und Voyeurismus

Tinder & Co. bedienen deine Neugierde ebenso wie die Hoffnung, aber auch den Voyeurismus. Kritiker sagen, Liebe in Zeiten von Tinder sei vollkommen oberflächlich. Denn alleine das Aussehen deines Gegenübers entscheidet, ob du ihr oder ihm eine Chance gibst. Klar kann man sein Profil um eine Beschreibung ergänzen. Doch kaum jemand liest diese. Hier zählt Geschwindigkeit. Schließlich steigt mit jedem „Wisch“ die vermeintliche Chance, auf den Traumpartner zu stoßen.

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Achtsamkeit und Männlichkeit: Passt das zusammen?

Wenn Männer an Seminaren zu achtsamer Sexualität teilnehmen, dann ist ihnen die Verunsicherung oft anzusehen: Bin ich als Mann zu weich, wenn ich Intimität mit Bewusstheit verbinde? Was denken die anderen Männer über mich? Und macht mich zu viel Achtsamkeit uninteressant für die Frauen?

Es ist immer wieder spannend zu beobachten, wie sich die TeilnehmerInnen solcher Trainings schon nach wenigen Tagen verändern. Die Frauen lassen ihre Fassade meist schneller hinter sich. Sie zeigen ihre Emotionen recht ungeschminkt. Die Männer brauchen bis zur ersten Männer-Runde, in der sie komplett unter sich sind. Auch hier präsentieren wir uns zunächst von unserer starken Seite: Taxierend, einzelkämpferisch, unnahbar. Der Modus „die anderen Männer stehen in Konkurrenz zu mir“ – in dem wir uns bewusst oder unbewusst befinden – lässt sich nur schwer ablegen.

Mit entsprechenden Übungen werden dann auch wir plötzlich umsichtig, herzlich, unbeschwert und zugänglich. Es entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit – wir öffnen unser Herz. Doch wer genau in sich hineinhorcht, der spürt einen Wandel am Ende der Übung: Die Unbekümmertheit weicht der Scham. Wir sind es nicht gewohnt, unsere Muster aufzubrechen und uns von unserer „weichen“ Seite zu zeigen. Denn diese macht uns verletzlich.

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Explosion an Lebensfreude

Die aktuelle Situation fordert uns alle. Corona schlägt vielen Menschen aufs Gemüt. Und doch gibt es Stimmen, die für Hoffnung sorgen. Sie kommen ausgerechnet aus dem krisengeschüttelten Italien, dem Land der Lebensfreude. Was können wir daraus lernen?

In einem Interview der Tagesschau wird Franco Ferrarotti – ein bekannter italienischer Soziologe – zu seinen Erwartungen für die Zeit nach Corona gefragt. Seine Antwort lautet:

Ich glaube, wenn die Krise vorbei ist, werden wir eine enorme Wiederkehr von Lebensfreude und Lust am Wiederaufbau erleben. Ähnlich wie am Ende des Krieges wird es in ganz Europa eine unglaubliche Explosion an Lebensfreude geben.

Ferrarotti ist fast 94 Jahre alt. Er hat den zweiten Weltkrieg miterlebt, ebenso wie viele andere düstere Kapitel der europäischen Geschichte. Und doch macht er uns Mut. Er sieht die immensen Herausforderungen an die Gesellschaft, aber auch die Chancen. Zeiten wie diese bringen uns dazu, neue Kraft zu schöpfen, so meint er:

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Weibliches Begehren: Immer noch ein Tabu?

Erst kürzlich schrieb ich einen Beitrag zu den Mythen männlicher Sexualität. Im Bezug auf die weibliche Seite gibt es ebenso viele Fallstricke, in die wir gerne tappen. Wie kannst du langjährige Muster durchbrechen? Und warum hat es das weibliche Begehren so schwer, sich zu entfalten? 10 Fragen an Hanna Krohn. Als Gesundheitspraktikerin unterstützt sie Frauen darin, ihren Körper und ihre Sexualität kennenzulernen.

Hanna, welches sind deiner Ansicht nach die Vorurteile zur weiblichen Lust, die sich am hartnäckigsten halten? Und wie lassen sie sich auflösen?

Etwa die Annahme, weibliche Sexualität sei passiv, oder weibliche Sexualität sei bindungsorientiert. Ich finde die Frage nach den Vorurteilen zur weiblichen Lust jedoch schwierig. Menschen sind so unterschiedlich. Und wenn es um Sexualität geht, sind wir besonders schnell dabei, Äußerungen von „Experten“ so zu lesen, dass wir uns unzulänglich oder falsch fühlen.

Wenn ich etwas als Vorurteil bezeichne, dann fühlen sich Frauen, auf die vielleicht gerade das zutrifft, angegriffen, beurteilt oder eben „nicht richtig“. In meiner Arbeit vermeide ich alles, wo es um richtig oder falsch, gut oder schlecht geht. Die zentrale Frage ist immer, was die Frau möchte, was ihr Veränderungswunsch ist. Generell können wir Vorurteilen begegnen, indem wir gemeinsam neugierig und offen sind. Sich zuhören, sich mitteilen ist dabei wichtig.

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