Der Grund, warum ich berühre

In meiner Ausbildung hatte ich eine Supervision (eine angeleitete Tantra Massage), an die ich mich noch heute ungern erinnere: Die Stimmung war verkrampft, nicht energetisch, fast schon verzweifelt. Heute habe ich für mich erfahren, warum dies so war. Viel mehr noch: Ich habe den Grund herausgefunden, warum ich berühre.

Die Empfängerin der Supervision sagte damals zu mir – nachdem die äußerst angespannte „Sitzung“ endlich vorbei war – sinngemäß:

Du kannst erst dann wirklich tantrisch massieren, wenn du deinen Grund kennst, warum du dies tust.

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10 Fragen an deine Sexualität

Du willst deine Sexualität achtsamer gestalten? Eine gute Vorbereitung hierfür ist eine Art Bestandsaufnahme, eine sexuelle Autobiografie. Du kannst deine Sinnlichkeit erst dann vertiefen, wenn du weißt, auf welchem Stand du bist. Und wohin du dich anschließend entwickeln möchtest.

Die nachfolgenden Fragen habe ich ursprünglich von Mann zu Mann geschrieben, für mein geplantes Buch Achtsame Sexualität für Männer. Doch auch Frauen werden darin einige Anhaltspunkte finden. Meine eigenen Antworten findest du übrigens hier. Los geht’s! Notiere dir die Antworten in einem kleinen Heft. Dann kannst du später immer wieder darauf zurückgreifen und deine Entfaltung beobachten.

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Geschafft und dankbar: Tantramasseur TMV

Yipieeee, geschafft! Meine Ausbildung zum Tantramasseur laut Tantramassage-Verband (TMV) – und die Abschlussprüfungen. Damit geht eine spannende Zeit zu Ende, eine neue beginnt. Über Dankbarkeit, Freude und ein wenig Stolz. Aber auch über meinen Respekt vor der verantwortungsvollen Aufgabe.

Insgesamt vier Jahre dauerte die Ausbildung. Und damit deutlich länger als ursprünglich geplant – durch diverse Umbrüche in meinem Leben, aber auch durch weitere Trainings zur achtsamen Sexualität. Es hat sich gelohnt: Ich habe noch nie so viel über mich, meine Intimität und mein Mann-Sein gelernt, wie in dieser Zeit. Und ich habe diesen Blog gestartet, begleitend zu meiner Ausbildung.

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Tinder & Co.: Manipulierte Liebe

Ja, ich habe es getan. Und ich kenne kaum jemanden, der nicht auch schon Tinder, Bumble und andere Online-Datingportale ausprobiert hat. Was macht die Liebe per Mausklick mit uns? Und wo tricksen die Anbieter? Ein Selbstversuch.

Zugegeben: Tinder fasziniert. Wie alle Dienste, die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren. Ich sehe Frauen aus meiner näheren Umgebung, die ebenfalls auf der Suche nach einem Partner sind – oder nach einem unverbindlichen Abenteuer. Durch links swipen (Wischen) am Smartphone gebe ich der Frau ein „Nein“, rechts swipen bedeutet „Ja gerne“. Wenn beide sich gegenseitig „liken“, dann ergibt das ein „Match“. Und erst dann kann man miteinander chatten. Und sich verabreden.

Neugierde und Voyeurismus

Tinder & Co. bedienen deine Neugierde ebenso wie die Hoffnung, aber auch den Voyeurismus. Kritiker sagen, Liebe in Zeiten von Tinder sei vollkommen oberflächlich. Denn alleine das Aussehen deines Gegenübers entscheidet, ob du ihr oder ihm eine Chance gibst. Klar kann man sein Profil um eine Beschreibung ergänzen. Doch kaum jemand liest diese. Hier zählt Geschwindigkeit. Schließlich steigt mit jedem „Wisch“ die vermeintliche Chance, auf den Traumpartner zu stoßen.

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Achtsamkeit und Männlichkeit: Passt das zusammen?

Wenn Männer an Seminaren zu achtsamer Sexualität teilnehmen, dann ist ihnen die Verunsicherung oft anzusehen: Bin ich als Mann zu weich, wenn ich Intimität mit Bewusstheit verbinde? Was denken die anderen Männer über mich? Und macht mich zu viel Achtsamkeit uninteressant für die Frauen?

Es ist immer wieder spannend zu beobachten, wie sich die TeilnehmerInnen solcher Trainings schon nach wenigen Tagen verändern. Die Frauen lassen ihre Fassade meist schneller hinter sich. Sie zeigen ihre Emotionen recht ungeschminkt. Die Männer brauchen bis zur ersten Männer-Runde, in der sie komplett unter sich sind. Auch hier präsentieren wir uns zunächst von unserer starken Seite: Taxierend, einzelkämpferisch, unnahbar. Der Modus „die anderen Männer stehen in Konkurrenz zu mir“ – in dem wir uns bewusst oder unbewusst befinden – lässt sich nur schwer ablegen.

Mit entsprechenden Übungen werden dann auch wir plötzlich umsichtig, herzlich, unbeschwert und zugänglich. Es entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit – wir öffnen unser Herz. Doch wer genau in sich hineinhorcht, der spürt einen Wandel am Ende der Übung: Die Unbekümmertheit weicht der Scham. Wir sind es nicht gewohnt, unsere Muster aufzubrechen und uns von unserer „weichen“ Seite zu zeigen. Denn diese macht uns verletzlich.

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