Was ist eine achtsame Sexualität?

Ich schreibe in diesem Blog oft über achtsame Sexualität. Aber was ist das überhaupt? Slow Sex, Kuschelsex, Räucherstäbchen-Erotik oder doch mehr? Wie du deine Sinnlichkeit mit Achtsamkeit verbinden kannst. Und welche ungewohnten Allianzen dabei möglich sind.

Was ist Achtsamkeit

Der Schlüssel zu deinen Empfindungen ist die Achtsamkeit. Das Konzept dazu stammt aus dem Buddhismus. In der achtsamen Praxis versucht man, bewusster zu leben. Du beobachtest möglichst jeden Moment ganz genau. Und das ohne ihn zu bewerten. Denn mit der Bewertung bist du im Kopf, nicht mehr im Spüren. Mit der Zeit steigert Achtsamkeit die Intensität, mit der du deine Umgebung wahrnimmst – und dich selbst. Viele Menschen berichten von einem erfüllteren Alltag, seit sie ihn achtsam leben.

„Im Hier und Jetzt sein“ ist eine Metapher, die diesen Zustand recht treffend beschreibt. Bei der Meditation – oder in der tantrischen Sexualität – kennt man ihn als Zeitlosigkeit. Es gibt Übungen, die deine Achtsamkeit schärfen. Etwa:

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Wie kann ich Berührungen zulassen?

Du hast Schwierigkeiten damit, dich berühren zu lassen? Oder diese Berührungen in vollem Umfang zu genießen? Damit bist du keineswegs alleine. Doch es gibt Möglichkeiten, wie du mehr Kontakt annehmen kannst – um ihn gleichzeitig bewusster wahrzunehmen. Ein persönlicher Erfahrungsbericht.

Viele Männer und Frauen wissen gar nicht, dass sie ein Problem mit Berührungen haben. Und diese Unsicherheit kann sich auf sehr vielfältige Weise äußern. Erkennst du dich in einem oder mehreren der folgenden Muster?

  • Du meidest oft zu engen Körperkontakt, selbst in einer Beziehung
  • Du „gibst“ lieber, statt zu empfangen und dich daran zu erfreuen
  • Dein Liebesleben fokussiert sich eher auf eine rein sexuelle Ebene, „Kuscheln“ ist nicht deins
  • Man stempelt dich als „beziehungsunfähig“ ab
  • Du spürst nicht viel, wenn du berührt oder massiert wirst, oder du bist schnell abgelenkt

All das sind Indizien dafür, dass du nicht wirklich ins Spüren kommst. Selbst bei emotionaler Bedürftigkeit gilt: Möglicherweise leidest du nicht an zu wenig Kontakt. Sondern daran, dass du diesen – wenn du ihn denn hast – nicht in voller Tiefe erfassen kannst.

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Intimität in Beziehungen: Wie kommt die Lust zurück?

Viele Paare kennen den Effekt, dass Intimität und gegenseitige Berührungen mit der Zeit nachlassen. Enttäuschung und Vorwürfe sind die Folge. Und so manche Beziehung scheitert daran. Muss das so sein? Und was lässt sich dagegen tun? 11 Fragen an Alma Katrin Wagener. Sie ist Heilpraktikerin (Psychotherapie), Sexual- und Paartherapeutin.

Es scheint fast ein Muster in langjährigen Beziehungen zu sein: Lust, Sexualität und Nähe flauen ab, man berührt sich weniger. Alma, wieso ist das so?

Oft ist Stress ein Grund, warum die Grundlage für erfüllende Sexualität verloren geht. Etwa im Beruf oder durch die Geburt von Kindern. Sex, Berührung, Nähe und Lust brauchen Zeit und Entspannung. Die fehlt vielen Paaren im Alltag irgendwann. Oder sie vergessen, dass sie sich die Zeit nehmen können. Dann wird die gemeinsame Intimität oft zu einem weiteren, leistungsorientierten Punkt auf der partnerschaftlichen Agenda.

Auf diese Weise entstehen Frust, Erwartungsdruck und Resignation – in Verbindung mit festgefahrenen Verhaltensmustern. Und nicht selten folgen sexuelle Funktionsstörungen oder Lustlosigkeit. Dann ist nicht mal mehr ein Kuss oder eine Umarmung möglich, ohne Erwartungen oder Leistungsdruck auszulösen.

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10 Tipps: Schöner selbst berühren für Männer

Hand anlegen? Sich selbst befriedigen? Körperliche Selbstliebe ist toll. Egal ob du Single bist oder nicht. Doch wir Männer neigen dazu, unser bestes Stück recht grob und einseitig zu behandeln. Dann spürst du nicht mehr viel. Ich zeige dir ein paar Alternativen – für mehr Abwechslung und intensiveres Erleben.

Selbstbefriedigung? Na klar!

Männer und Frauen sprechen nicht gerne über Selbstbefriedigung. Und doch ist sie ein wichtiger Bestandteil unserer Sexualität. Du vertiefst dein Spüren und lernst deinen Körper besser kennen, wenn du dich regelmäßig selbst berührst. Weitere Vorteile der Selbstliebe:

  • Wenn du dir selbst sicher bist, dann lässt du dich auch in einer Partnerschaft besser fallen
  • Du kannst deiner Partnerin oder deinem Partner zeigen, was dir gefällt
  • Dein Liebesspiel wird facettenreicher und hält länger an
  • Bislang unbekannte Empfindungen erweitern deine Sexualität
  • Du bekommst einen neuen Zugang zu deiner Männlichkeit

Sex für dich alleine ist wichtig, auch in einer Beziehung. Und er ist genauso gut wie die Intimität zu zweit. Ich möchte die Zweisamkeit mit meiner Partnerin niemals missen, sie ist unvergleichlich. Aber die Selbstliebe ist ebenfalls sehr erfüllend – auf eine andere Art und Weise. Ihr schafft es, euch offen und ehrlich über eure Solo-Sexualität auszutauschen? Perfekt. Das bereichert euer gemeinsames Liebesleben.

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Was ist ein Berührungscoaching?

Viele Menschen spüren sich nicht mehr richtig. Sie wollen mehr und intensiver empfinden, egal ob alleine oder in einer Partnerschaft. Oder sie haben schlechte Erfahrungen mit Körperkontakt gemacht. Und wollen das Fühlen „neu lernen“ – mit einer positiven Verknüpfung. Für all diese Fälle gibt es das sogenannte Berührungscoaching. Was bringt es dir? Eine kleine Hilfestellung.

Eines vorweg: Der Begriff Berührungscoaching ist nicht geschützt. Es gibt auch keine einheitliche Definition. Die Anbieter kommen aus den unterschiedlichsten Richtungen – von der Körper- und Psychotherapie über Reiki, Shiatsu, Yoga, Tantra, heilpraktische Ausbildungen bis hin zur klassischen Massage. Und jeder versteht etwas leicht anderes darunter. Ich gebe dir am Ende einige Tipps, woran du seriöse Angebote erkennen kannst. Berührungscoachings eignen sich für Frauen und Männer gleichermaßen.

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