Berührung in Zeiten der Unsicherheit

Keine sozialen Interaktionen, Besuchsverbot im Pflegeheim, selbst manche Paare gehen auf Abstand zueinander: Krankheiten wie Corona verändern den gesellschaftlichen Umgang. Und sie schaffen Unsicherheit. Warum Berührungen wichtig aber Verschwörungstheorien wenig achtsam sind.

Der Umgang mit Corona hält uns den Spiegel vor. Die Reaktionen sind vielfältig, oft nachvollziehbar, muten aber dennoch teils skurril an:

  • Ein italienisches Ehepaar erzählt in den Medien, dass es sich aus Sorge vor Ansteckung nicht mehr küsst und in getrennten Zimmern schläft.
  • Dating-Portale geben ihren NutzerInnen Tipps, wie man sich korrekt die Hände wäscht. Und wie man das erste Treffen möglichst risikoarm übersteht.
  • Bordellbetreiber berichten, dass sie bei ihren Kunden vermehrt darauf achten, ob sie eine „laufende Nase“ haben. Um sie notfalls abzuweisen. „Desinfektionsmittel haben wir ja eh schon immer zur Genüge da“, wird einer von ihnen zitiert – die Hilflosigkeit hat viele Gesichter.

Man fragt sich, wie wir wohl erst mit einer Epidemie umgehen würden, die noch deutlich schlimmer ist? Und wie sich Corona & Co. dauerhaft auf unser gesellschaftliches Miteinander auswirken?

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10 Mythen zur männlichen Sexualität

Vorurteile rund um die männliche Sexualität? Die gibt es sehr häufig. Frauen und Männer machen sie sich gleichermaßen zu eigen. Und sie halten sich hartnäckig. Maskuliner Sex gestaltet sich von Natur aus rein triebgesteuert, unachtsam, zielorientiert und schnell? Das beste Stück des Mannes ist weniger komplex? Zeit für ein wenig Aufklärung.

Wir alle kennen „männliche“ Muster, die nur wenig mit einer achtsamen Sexualität zu tun haben – genauso wie es derlei Muster bei Frauen gibt. Die Gründe dafür sind vielfältig: Unsere Sozialisation, eine mangelhaften Aufklärung, fehlende positive Vorbilder oder auch die Welt der Pornos. Doch nicht selten spielen Vorurteile eine ebenso unrühmliche Rolle, wenn es um die männliche Sexualität geht. Hier meine Top 10, geschrieben für Männer und Frauen gleichermaßen.

1. Männer sind einfacher gestrickt

Männer wollen immer nur das eine, und das möglichst oft und viel? Am besten ohne große Emotionen und Nähe? Ich persönlich kenne keinen Mann, den das glücklich machen würde. Die männliche Sexualität ist keinesfalls einfach(er). Und sie lässt sich auch nicht verallgemeinern. Männer machen sich – bewusst oder unbewusst – genauso Gedanken darüber:

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Ein Liebesleben

Nicht wenige Männer und Frauen hadern mit ihrer sexuellen Vergangenheit. Auch ich bin nicht immer stolz darauf, wie ich meine Intimität früher lebte. Und doch brauchte ich diese Erfahrungen. Sie haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Vom steinigen Weg zur achtsamen Sexualität.

Es braucht oft viele Anläufe, um mehr Achtsamkeit in die eigene Sexualität zu bringen. Das betrifft selbst jene Menschen, die in diesem Umfeld arbeiten. Genau deswegen teile ich meine Erfahrungen. Dieser Beitrag soll zeigen, dass ein Wechsel jederzeit möglich ist. Egal wie deine bisherige sexuelle Biografie aussieht.

Der nachfolgende Text ist inspiriert von Hanna Krohn und ihrem Blog splitterfasern. Dessen Protagonisten erlauben einen sehr intimen Einblick in ihr Liebesleben. Im gegenseitigen Austausch gelingen gegenseitige Impulse, aber auch die Heilung so mancher Wunden. Und ein Ausblick darauf, was eine Sexualität ausmacht, die uns wirklich erfüllt.

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Was ist eine achtsame Sexualität?

Ich schreibe in diesem Blog oft über achtsame Sexualität. Aber was ist das überhaupt? Slow Sex, Kuschelsex, Räucherstäbchen-Erotik oder doch mehr? Wie du deine Sinnlichkeit mit Achtsamkeit verbinden kannst. Und welche ungewohnten Allianzen dabei möglich sind.

Was ist Achtsamkeit

Der Schlüssel zu deinen Empfindungen ist die Achtsamkeit. Das Konzept dazu stammt aus dem Buddhismus. In der achtsamen Praxis versucht man, bewusster zu leben. Du beobachtest möglichst jeden Moment ganz genau. Und das ohne ihn zu bewerten. Denn mit der Bewertung bist du im Kopf, nicht mehr im Spüren. Mit der Zeit steigert Achtsamkeit die Intensität, mit der du deine Umgebung wahrnimmst – und dich selbst. Viele Menschen berichten von einem erfüllteren Alltag, seit sie ihn achtsam leben.

„Im Hier und Jetzt sein“ ist eine Metapher, die diesen Zustand recht treffend beschreibt. Bei der Meditation – oder in der tantrischen Sexualität – kennt man ihn als Zeitlosigkeit. Es gibt Übungen, die deine Achtsamkeit schärfen. Etwa:

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Wie kann ich Berührungen zulassen?

Du hast Schwierigkeiten damit, dich berühren zu lassen? Oder diese Berührungen in vollem Umfang zu genießen? Damit bist du keineswegs alleine. Doch es gibt Möglichkeiten, wie du mehr Kontakt annehmen kannst – um ihn gleichzeitig bewusster wahrzunehmen. Ein persönlicher Erfahrungsbericht.

Viele Männer und Frauen wissen gar nicht, dass sie ein Problem mit Berührungen haben. Und diese Unsicherheit kann sich auf sehr vielfältige Weise äußern. Erkennst du dich in einem oder mehreren der folgenden Muster?

  • Du meidest oft zu engen Körperkontakt, selbst in einer Beziehung
  • Du „gibst“ lieber, statt zu empfangen und dich daran zu erfreuen
  • Dein Liebesleben fokussiert sich eher auf eine rein sexuelle Ebene, „Kuscheln“ ist nicht deins
  • Man stempelt dich als „beziehungsunfähig“ ab
  • Du spürst nicht viel, wenn du berührt oder massiert wirst, oder du bist schnell abgelenkt

All das sind Indizien dafür, dass du nicht wirklich ins Spüren kommst. Selbst bei emotionaler Bedürftigkeit gilt: Möglicherweise leidest du nicht an zu wenig Kontakt. Sondern daran, dass du diesen – wenn du ihn denn hast – nicht in voller Tiefe erfassen kannst.

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