Männer und Bedürftigkeit

Emotionale Bedürftigkeit betrifft viele Männer – sie sorgt regelmäßig für großen Frust. Und sie wirkt besonders abschreckend auf Frauen. Es ist gar nicht so einfach, aus diesem Kreislauf herauszukommen. Hier ein paar Ansätze, wie es dir gelingen kann.

Bedürftigkeit im emotinalen Sinn bedeutet, dass du davon abhängig bist, was andere von dir denken. Du lässt nichts unversucht, um dich ins rechte Licht zu rücken, und um gesehen zu werden. Das ist nicht nur sehr anstrengend, sondern führt gleichzeitig zum genauen Gegenteil: Menschen – insbesondere Frauen – wenden sich von dir ab. Denn emotional bedürftige Menschen sind für andere nur schwer zu ertragen.

Machen wir einen kleinen Test. Beantworte folgende Fragen:

  • Du willst möglichst allen Menschen um dich herum gefallen?
  • Dein Selbstbewusstsein ist eher gering?
  • Wenn du Frauen begegnest suchst du ihre Aufmerksamkeit? Du fragst dich, was sie über dich denken, und ob sie Interesse an dir haben?
  • In gemischten Gruppen beobachtest du mehr die Frauen, als die Männer? Du hast wenig oder keine Männerfreundschaften?
  • Du findest nur schwer eine Partnerin? Du bist enttäuscht, wenn du eine Frau ansprichst, und sie kein Interesse an dir zeigt?

Je mehr der Fragen du mit „Ja“ beantworten kannst, umso eher bist du ein Kandidat für die unliebsame Abhängigkeit. Dann solltest du dringend handeln, denn Bedürftigkeit macht dich auf Dauer krank und einsam.

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Ab wann hören wir auf, frei zu sein?

Astrid Lindgren hat das eindrucksvolle Zitat geprägt: „Sei frech und wild und wunderbar!“. Doch warum müssen wir uns überhaupt daran erinnern lassen? Warum hören wir als Erwachsene irgendwann auf, wild und damit frei zu sein? Und was können wir von unseren Kindern lernen? Eine kleine Spurensuche.

Momentan lese ich meiner sechsjährigen Tochter „Pippi Langstrumpf“ vor. Eigentlich ist es kein Buch für Kinder, sondern für Erwachsene. Die feine Anarchie, die aus Szenen wie dem Kaffeekränzchen mit den Damen aus der Nachbarschaft spricht, wird nur mir bewusst. Für meine Tochter ist es in weiten Teilen die ganz normale Beschreibung eines ganz normalen Mädchens, das Freude hat. Was Erwachsene ungehörig oder skurril finden, ist für Kinder Normalität. Wir haben es verlernt, frech und wild zu sein. Wie schade! Ich frage mich beim Lesen der Bücher von Astrid Lindgren, wann ich meine eigene wilde Seite aufgegeben habe. Und warum ich sie heute so selten lebe.

Im Rahmen eines tantrischen Jahrestrainings durfte ich meine Kindheit spielerisch noch einmal erleben:

  • Toben und etwas wagen
  • Vieles wie zum ersten Mal wahrnehmen
  • Blind vertrauen (mit verbundenen Augen)
  • Vater und Mutter spüren, und sich gleichzeitig von ihnen frei machen
  • In den Kreis der anderen Kinder treten, dann wieder die Besinnung auf mich selbst
  • Nacktheit als etwas ganz Natürliches und Unschuldiges wahrnehmen..

Wie wunderbar war diese Erfahrung. Und – trotz mancher Probleme und Schatten – wie wunderbar war meine eigene Kindheit! Das wurde mir schlagartig bewusst.

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Dildo, Vibrator & Co: Schädlich für die Lust?

Der Markt für Sexspielzeug boomt. Längst gibt es nicht nur normale Dildos und Vibratoren. Spezielle Geräte versprechen den ultimativen Kick, von „gefühlsechter“ Klitoris-Stimulation bis hin zum G-Punkt-Wunder. Einige sollen gar bessere Dienste leisten als das menschliche Vorbild. Doch können Sex Toys auch gefährlich werden? Sinkt das Empfinden, machen sie taub oder gar abhängig? Und wie spürst du wieder mehr?

Auf Instagram stieß ich jüngst auf einen Kanal, der Frauen den richtigen Umgang mit den kleinen Helferlein zeigt. Das ist durchaus amüsant. Und solange es hilft, Sexualität weniger schambehaftet und offener werden zu lassen.. Andererseits vermitteln solche Anleitungen manchmal den Eindruck, der Grad der Erfüllung richte sich nach Anzahl und Raffinesse der zur Verfügung stehenden Werkzeuge. Können nur jene die absolute Ekstase erfahren, deren abschließbares Fach im Schlafzimmer am größten ist? Die also eine ganze Armada vorweisen, vom App-gesteuerten Druckwellenstimulator bis hin zum geäderten Doppel-Vibrator mit Sweetspot-Funktion und 24 Programmen?

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Männer und Tantra

Als Mann ist es schwierig, sich zum Thema Tantra zu outen. Wo Frauen nicht selten Bewunderung ernten, wenn sie sich ihren Freundinnen gegenüber öffnen, ist der Blick uns Männern gegenüber schon deutlich skeptischer. Tantra, diese „weiche“ Disziplin? Als Mann? Ernsthaft? Die eine Seite mutmaßt, es sei doch nur ein Alibi, um „einfach an Frauen heranzukommen“. Die andere spricht dem Hinspüren und der tantrischen Massage jede Männlichkeit ab. Erst Recht, wenn es um die Begegnung von Mann zu Mann geht. Die Vorbehalte kommen dabei von beiden Seiten, von Männern und Frauen.

Eines vorweg: Es ist nicht ganz einfach, sich dem Thema zu nähern, ohne komplett auf Klischees zu verzichten. Mir ist sehr wohl bewusst, dass Mann nicht gleich Mann und dass Frau nicht gleich Frau ist. Die Welt ist komplexer. Und doch sind mir in meinen Seminaren, die ich besuchen oder begleiten durfte, Dinge begegnet, mit denen männliche Teilnehmer immer wieder zu kämpfen haben. Genau davon will ich berichten, als Hilfestellung von Mann zu Mann. Denn das Interesse an tantrischer Arbeit ist bei uns Männern durchaus vorhanden.

Und es sind keineswegs nur in den Wolken schwebende Sanftgemüter, die ein Tantra-Seminar oder ein Jahrestraining mit tantrischen Wurzeln besuchen. Ich begegne vielmehr „echten Kerlen“, die sich ihren Gefühlen, ihren Emotionen und ihren Dämonen stellen: Familienväter, Manager, Sportskanonen. Sie alle eint der Vorsatz, deutlich mehr über sich und das spirituelle sowie sexuelle Mann-Sein zu erfahren, als es die elterliche Aufklärung oder Schulbücher bieten können. Und doch haben viele von ihnen mit den bereits genannten Vorbehalten zu kämpfen, und das sogar noch in den Seminaren selbst. Hier sind die Gründe sowie ein paar Tipps, die dich bei der Auswahl eines geeigneten Seminars unterstützen:

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Von Trauer und Freude

Lust kann bei einer Tantra Massage ebenso auftreten wie unterschiedlichste andere Emotionen, auch im Wechsel. Etwa tief verwurzelte Trauer. Für viele EmpfängerInnen ist diese Erfahrung äußerst irritierend: Eben noch war da Ekstase, und in der nächsten Sekunde blickst du scheinbar in den Abgrund. Ein zutiefst heilsamer Prozess.

Mich selbst erwischt dieser Spagat regelmäßig, wenn ich massiert werde. Hauptsächlich tauchen dabei Bilder aus meiner persönlichen Biographie auf: Erinnerungen an längst vergangene Zeiten, aber auch aktuelle Themen, die ich mit Traurigkeit verbinde. Besonders hilfreich sind diese Bilder dann, wenn sie Ereignisse betreffen, die ich tief in meinem Unterbewusstsein vergraben hatte. Oftmals erkenne ich intuitiv eine Verbindung zu aktuellen emotionalen Phasen. Ich weiß dann, warum ich heute auf bestimmte Dinge mit Trauer oder Wut reagiere, und wo diese Emotionen ihren eigentlichen Ursprung haben. Das erspart mir unzählige Sitzungen „auf der Couch“..

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