Spüren ohne Nähe: Alles Porno oder was?

Wie ist der weibliche Blick auf Pornografie? Und was macht das mit der Gesellschaft? Die Autorin Anna Gien befasste sich jüngst im Zeit Magazin mit dieser Frage. Künstlich geschaffenes Verlangen ist zum Normalzustand geworden – bei Mann und Frau, bei Jung und Alt. Es ist klar, dass uns dies verändert. Wie genau, darüber streiten sich die Experten trefflich.

Eine der Erkenntnisse aus dem Beitrag: Die meisten Frauen, die von der Autorin befragt wurden, schauen sich Pornos an, sie identifizieren sich jedoch nicht mit deren Protagonisten. Weder mit den Männern, die eher als dumpfes Werkzeug dienen, noch mit den Frauen. Die virtuell aufgebaute Erregung basiert hauptsächlich auf Distanzierung. Jeder von uns, der regelmäßig Pornografie konsumiert (hat), kennt wohl das kuriose Phänomen: Man möchte Spüren, ohne Nähe zu sich oder zu anderen zuzulassen. Ein paradoxes Unterfangen.

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